Die Pokerregeln legen fest, wie eine Hand gespielt und der Gewinner bestimmt wird. Du kannst eine Pokerhand auf zwei Weisen gewinnen: indem du beim Showdown das stärkste Blatt aufdeckst oder indem du den letzten Einsatz machst, den niemand callt - in dem Fall gewinnst du den Pot, ohne dass es zum Showdown kommt. Auf dieser Seite befassen wir uns mit Texas Hold'em.
Beim Poker kommt eine Rangfolge aus zehn Blattkategorien zum Einsatz. Diese ist vom stärksten bis zum schwächsten: Royal Flush, Straight Flush, Four of a Kind (Vierling), Full House, Flush, Straight, Three of a Kind (Drilling), Two Pair (zwei Paare), One Pair (ein Paar) und High Card (hohe Karte). Weitere Informationen zu den Definitionen, Odds und dazu, welches Blatt welche anderen Blätter schlägt, findest du auf der Seite Rangfolge der Pokerblätter.
Jede Pokerhand verläuft in einer ähnlichen Abfolge.
Eine Hand kann auch enden, wenn nur noch ein Spieler im Spiel ist, nachdem alle anderen gefoldet haben. Der verbleibende Spieler gewinnt in dem Fall den Pot.

Oben findest du ein Beispiel einer Texas Hold'em-Hand, nachdem alle Karten aufgedeckt wurden. Jeder Spieler kann eine beliebige Kombination aus seinen zwei Startkarten und den fünf Gemeinschaftskarten verwenden, um das bestmögliche Fünf-Karten-Blatt zu bilden. In diesem Beispiel nutzt Spieler 1 beide Startkarten und drei Gemeinschaftskarten, um einen Straight zu bilden.
Blinds und Antes sind Pflichteinsätze, die vor dem Austeilen der Karten gesetzt werden, damit es immer einen Pot gibt, um den gespielt wird.
Jede Hand ist in verschiedene Einsatzrunden unterteilt, in denen jeweils alle Spieler am Tisch nacheinander im Uhrzeigersinn ihren Spielzug machen. Pokervarianten mit Gemeinschaftskarten wie Texas Hold'em und Omaha haben jeweils die gleichen vier Einsatzrunden:
Eine Einsatzrunde endet, wenn alle aktiven Spieler den höchsten Einsatz gecallt haben oder wenn alle außer einem Spieler gefoldet haben. Wenn alle checken, endet die Runde ebenfalls. Das Spiel geht dann mit der nächsten Einsatzrunde weiter - oder nach dem River mit dem Showdown.
Spielern stehen die unten stehenden Spielzüge zur Verfügung, wenn sie an der Reihe sind.
Der Dealer-Button ist eine Markierung, die anzeigt, welcher Spieler in der symbolischen Dealer-Position sitzt. Davon hängt die Reihenfolge ab, in der die Spieler ihre Spielzüge machen.
Der Button wandert mit jeder Hand im Uhrzeigersinn eine Spielerposition weiter, womit sich auch die Blinds verschieben. Der Small Blind befindet sich direkt links vom Button und der Big Blind zwei Plätze links vom Button. In den Einsatzrunden nach dem Flop ist der nächste aktive Spieler links vom Button als Erster an der Reihe.
Einsatzlimits beziehen sich beim Poker auf die Regeln, die bestimmen, wie viel ein Spieler setzen oder raisen kann. Die gängigsten Limit-Formate sind:
Tischeinsätze beziehen sich auf die Regel, dass jeder Spieler nur die Chips nutzen kann, die er bei Beginn der Hand am Tisch hatte. Ein Spieler kann nicht während einer Hand weitere Chips hinzufügen oder mehr als seinen ganzen Stack setzen. Filmszenen, in denen jemand seine Uhr oder sein Auto einsetzt, um im Spiel zu bleiben, dienen nur der Dramaturgie. An echten Pokertischen kommt so was nicht vor.
Wenn ein Spieler nicht genug Chips hat, um mit einem Einsatz mitzugehen, muss er sein Blatt nicht aufgeben, sondern kann stattdessen All-in gehen. In dem Fall kann er immer noch den Teil der Chips im Pot gewinnen, zu dem er beigetragen hat. Diese Chips bilden den Hauptpot. Weitere Einsätze der anderen Spieler gehen in einen Nebenpot (oder "Side Pot"). Der Spieler, der zuvor All-in gegangen ist, kann diesen Side Pot nicht gewinnen.
Der Pot ist der Gesamtbetrag sämtlicher Chips, die alle Spieler in einer Hand gesetzt haben. Der Gewinner der Hand kassiert den Pot.
Zum Showdown kommt es, nachdem auf dem River alle verbleibenden Spieler mit dem letzten Einsatz oder Raise mitgegangen sind oder alle gecheckt haben. Dies ist der Moment, in dem die verbleibenden Blätter aufgedeckt werden und der Gewinner bestimmt wird.
Der Spieler mit dem höchstwertigen Blatt gewinnt die Hand. Wenn mehrere Spieler gleichwertige Blätter haben und niemand ein besseres hat, wird der Pot zwischen diesen Spielern aufgeteilt. Die vollständige Rangfolge und weitere Informationen dazu, welches Blatt welche anderen Blätter schlägt, findest du auf der Seite Poker-Blattrangfolge.
Wenn es einen Fehler bei der Kartenausteilung gegeben hat und die Karten der Hand erneut gegeben werden müssen - beispielsweise, weil eine Karte aufgedeckt wurde oder der Dealer sich verzählt hat - ist die Hand ungültig. Das kann gelegentlich beim Live-Poker passieren, ist beim Online-Poker aber nicht möglich.
Die Hausregeln sind die spezifischen Regeln eines Pokerrooms oder Casinos hinsichtlich der Spielweise. Beim Online-Spiel werden sie automatisch angewendet.
Die grundlegenden Pokerregeln sind bei den verschiedenen Varianten zum großen Teil gleich, einige Details können sich aber unterscheiden. Bei Lowball-Spielen beispielsweise gewinnt der Spieler mit dem niedrigsten Blatt den Pot und nicht der Spieler mit dem höchsten Blatt, wie die Regeln bei Spielen wie Texas Hold'em es vorsehen. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen den Regeln der verschiedenen Pokerspiele findest du auf den Regelseiten der jeweiligen Varianten.
Die Poker-Grundregeln besagen, dass jeder Spieler seine Startkarten erhält und anschließend alle der Reihe nach je nach Situation einen der folgenden Spielzüge machen: checken, setzen, callen, raisen oder folden. Bei Texas Hold'em können die Spieler eine Kombination aus ihren Startkarten und den Gemeinschaftskarten verwenden, um das bestmögliche Fünf-Karten-Blatt zu bilden. Den Pot gewinnt der Spieler, der beim Showdown das beste Blatt aufdeckt oder als Letzter in der Hand bleibt, nachdem alle anderen gefoldet haben.
Es gibt zwei Möglichkeiten, eine Pokerhand zu gewinnen. Wenn es zum Showdown kommt, geht der Pot an den Spieler mit dem stärksten Blatt. Du gewinnst die Hand aber auch, wenn du den letzten Einsatz machst und alle anderen daraufhin folden. In dem Fall gibt es keinen Showdown und der Pot geht kampflos an dich.
Bei Texas Hold'em und Omaha gibt es vier Einsatzrunden: vor dem Flop (wenn noch keine Gemeinschaftskarten auf dem Tisch liegen), der Flop (die ersten drei Gemeinschaftskarten), der Turn (die vierte Gemeinschaftskarte) und der River (die letzte Gemeinschaftskarte).
Dies sind die vier grundlegenden Spielzüge beim Poker. Checken bedeutet, du bleibst in der Hand, ohne zu setzen, wenn noch kein anderer Spieler in dieser Einsatzrunde gesetzt hat. Callen bedeutet, du zahlst so viel wie der aktuelle Einsatz. Raisen bedeutet, du erhöhst den aktuellen Einsatz. Folden bedeutet, du gibst die Hand auf und kannst den Pot nicht mehr gewinnen.
Der Unterschied besteht im zulässigen Höchsteinsatz. Bei No Limit Poker kann ein Spieler so viele Chips setzen oder raisen, wie er am Tisch hat. Bei Pot Limit Poker sind nur Einsätze oder Raises in Höhe des aktuellen Pots erlaubt.
All-in bedeutet, dass ein Spieler alle seine Chips in den Pot gelegt, also eingesetzt hat. Laut der Tischeinsätze-Regel gilt ein Spieler als All-in, wenn er nicht ausreichend Chips hat, um mit einem Einsatz mitzugehen. Er kann also nur den Teil des Pots gewinnen, zu dem er Chips beigetragen hat. Weitere Einsätze der anderen Spieler, die darüber hinaus gehen, wandern in einen separaten Side Pot.